Das neue Jahr starten wir mit einem Ausflug an einen Ort zwischen Vogesen und Schwarzwald, mitten in der Reihnebene, wo wir das Weingut Abril besucht haben.

Seit 2011 befindet sich das Weingut am Ortsrand von Bischoffingen am Enselberg. Die tolle Lage im Naturgarten Kaiserstuhl und dessen fruchtbare Böden aus Löss, machen die Lage des Weinguts so einzigartig. Dies spiegelt sich auch in den Weinen wider. Mit den Linien Frucht, Stein, Zeit, und Perlen & Co. Greift das Weingut die Vorzüge der Region auf und verarbeitet die Trauben zu dem ein oder anderen leckeren Tropfen.

Das Gespür für den Wein, dass das Team mitbringt, hat sich bei unserem Besuch sofort bemerkbar gemacht und die Kombination aus Teamgeist, Erfahrung, Intuition und Leidenschaft sorgt für eine besondere Atmosphäre vor Ort.

Wieder durften wir ein Fleckchen am Kaiserstuhl entdecken, dass uns tief beeindruckt hat. Nicht nur die Weine sind einzigartig, auch ein Besuch im tollen Gebäude des Weinguts sowie dessen Umfeld legen wir Euch sehr ans Herz.

Die Oberbergener Baßgeige ist eine der Top-Weinlagen am Kaiserstuhl und hat ihren Namen von einem bestimmten Rebstück, das von oben betrachtet wie eine Baßgeige aussieht. Nach unserem Besuch beweist sich wieder einmal: Der Kaiserstuhl gehört zu den besten Weinregionen des Landes. 

Den Winzern der Winzergenossenschaft Oberbergen zu folge, bildet die einzigartige Weinlage mit ihren vielen steilen Kleinterrassen sowie das unermüdliche Engagement der Winzer die Grundpfeiler für ihren Erfolg. Was mit 42 Gründungsmitgliedern begonnen hat, hat sich heute zu 400 Winzerfamilien mit einer Gesamtrebfläche von mehr als 350 ha entwickelt. Alles in allem gibt es kaum eine bessere Lage, um tolle Weine herzustellen. Deshalb schmeckt jeder Tropfen wie die Symphonie einer Baßgeige.

Fragen an Lisa, Atelier Liz

Nach einem zweijährigen Aufenthalt in New York hat es Lisa aus Ihringen wieder in ihre Heimat zurück gezogen. Der Kaiserstuhl hat auch nach einem Leben in der Metropole einen festen Platz in ihrem Herzen Aber so ganz ohne Großstadtfeeling konnte sie auch nicht mehr sein. Die Eindrücke, die Unabhängigkeit und das freie Leben wollten kreativ verarbeitet werden. In Form ihrer selbst geschneiderten modischen Jacken möchte sie den Zeitgeist vom Kaiserstuhl modernisieren und mit prägen. Mit ihrem im ersten Lockdown gegründeten Label “Atelier Liz” gehört Lisa zu den jungen Menschen, die mit ihrem Mut zur Selbständigkeit die eigene Generation dazu motivieren, etwas aus den Interessen und Talenten zu machen und etwas eigenes auf die Beine zu stellen.

Während des Interviews stelle ich mir immer wieder vor, wie krass der Schritt für Lisa wohl gewesen sein muss: vom idyllischen Weinort am Südzipfel des Kaiserstuhls in die Weltstadt New York. Aber Lisa hat es “laufen lassen”, hat die gute Energie eingesogen und ist mit dem “flow” gegangen. Sie weiß heute noch zu schätzen, dass sie immer das Glück hatte, ehrliche Menschen um sich herum zu wissen, die es gut mit ihr meinten. Wenn das Heimweh angeklopft hat wurde ein Schlückchen Wein vom Kaiserstuhl getrunken, denn in New York ist der Kaiserstuhl mit seinem Wein schon längst angekommen.

Dass sich Lisa nach zwei Jahren Millionenstadt trotzdem in Ihringen und am Kaiserstuhl stark verankert fühlt, zeigt sich in ihren Antworten. Als ich sie fragte, was sie als erstes nach ihrer Rückkehr aus New York zu Hause gemacht habe, antwortet sie: Freunde, Familie, Natur und in geselliger Runde Wein genießen. Das waren ihre ersten Erlebnisse und die Momente, die sie in der Großstadt am meisten vermisst hat. Immer wieder geht ihr das Herz auf, wenn Lisa an den Kaiserstuhl fährt. Die Großstadt ist zwar immer eine willkommene Abwechslung, aber heim zu kommen ist doch auch ein schönes Gefühl.

Mit dem Online-Mode-Label Atelier Liz überzeugt Lisa mit Qualität und Individualität. Ihre Zielgruppe sind Menschen, die zeitgemäße, fair produzierte Mode und echte Handarbeit zu schätzen wissen. Menschen, die ihre Kleidung langfristig tragen möchten.

Bevor Lisa ihr Label überhaupt gegründet hatte, lagen schon erste Anfragen vor. Viel Zuspruch aus ihrem Freundes- und Bekanntenkreis haben sie dann zu dem letzten Schritt veranlasst. 

Vor allem die Preisgestaltung fiel Lisa am Anfang schwer. Einerseits hat man noch keinen Namen auf dem Markt, andererseit wollte sich Lisa nicht unter Wert verkaufen. Inzwischen ist sie mit ihren Produkten in einem Preissegment angekommen, das für sie und ihre Kunden passt. 

Ohne Laufkundschaft und im Online-Geschäft einen persönlichen Bezug zu den Kunden aufzubauen, ist gar nicht so einfach. Aber es gelingt, was sich in Folgebestellungen zeigt und Lisa zum Weitermachen motiviert. 

Die Materialien sind nicht alle zertifiziert, werden aber in Europa hergestellt und die Bezugsquellen sind Lisa bekannt. Abhängig vom Kleidungsstück verarbeitet Lisa auch Stoffe aus reiner Wolle mit Kaschmiranteilen. Wenn es spezielle Kundenwünsche gibt, versucht Lisa auch diese umzusetzen. Am meisten Spaß hat sie trotzdem, wenn eigene Ideen umgesetzt werden und diese auch den Kundengeschmack treffen.

Eine Ausbildung als Schneiderin hat die studierte BWLerin nicht. Durch “Learning by doing” und mit der Hilfe einer Freundin ihrer Mutter, die auch heute noch wichtige Ansprechpartnerin für Lisa ist, hat sie sich in die Materie eingearbeitet. Privater Nähunterricht und die Teilnahme an Nähwochenenden haben letztendlich ihr Wissen verfeinert. 

Das Atelier führt Lisa im Nebenerwerb, denn sie arbeitet hauptberuflich bei ihrem Vater in einem kaiserstühler Unternehmen im Bereich Personal, Marketing und Finanzen.

Im vergangenen Jahr waren bereits erste Mode-Events in Planung. Zum Beispiel sollte eine Veranstaltung zum Thema “Mode und Wein” in entspannter Atmosphäre und ohne Kaufzwang stattfinden. Die Produkte von Lisa und ihrer Cousine, Ina Wiehler – einer Kaiserstühler Jungwinzerin – sollte den Interessierten näher gebracht werden. Dann kamen die Corona-Einschränkungen. Sobald es die Situation wieder zulässt, findet das Event statt, versichert Lisa. Denkbar ist auch ein Concept-Store mit anderen tollen und hochwertigen Produkten vom Kaiserstuhl.

Ihren Lieblingsort am Kaiserstuhl verrät mir Lisa nur vage. Am liebsten grillt sie mit Familie und im Freundeskreis bei einer Rebhütte beim Katzensteinbuck. Dort hat man einen Blick auf die Vogesen und den Schwarzwald, während man einen bildhaft schönen Sonnenuntergänge am Kaiserstuhl genießen kann. Aber auch eine gemütliche Fahrt durch die Dörfer im und rund um den Kaiserstuhl sind immer eine kleine Ausfahrt wert. Vor allem wenn Besuch von Außerhalb da ist, präsentiert Lisa stolz ihre Heimat. Es sind nicht nur die vielfältigen Möglichkeiten, die der Kaiserstuhl zu bieten hat, sondern auch die Einstellung der Menschen. Ihr gefällt die Mentalität tagsüber hart zu arbeiten und am Abend die Geselligkeit und das gemütliche Leben zu genießen und an die nächste Generation weiter zu geben. 

Auf meine Frage, wie Lisa ihr persönliches Verhältnis zum Kaiserstuhl in wenigen Sätzen beschreiben würde, sind es genau vier Worte, die ihr einfallen und die im Prinzip alles aussagen: Heimat. Natur. Ankommen. Familie.   

Vielen Dank Lisa für dieses interessante Interview.


Im Weingut Rinklin in Eichstetten wird seit 1955 kontrolliert ökologisch angebaut. Das wollten wir in dieser Woche mal genauer anschauen. Das Weingut liegt am Ostrand des sonnigen Kaiserstuhls und nutzt dessen Klima zum Ausbau herzhafter, trockener Weine. Von Müller-Thurgau, über Spätburgunder, Grauburgunder, Muskateller, bis Riesling und Regent, steht man vor der „Qual der Wahl“ einer Auswahl toller Weine.  Im Weinberg wie auch im Keller sind im Weingut Rinklin natürliche Prozesse sehr wichtig, denn nur top Trauben ergeben top Weine. Durch diese Prozesse landet die im Weinberg individuell gewachsene Qualität im Weinglas, wo man deshalb das Terroir und das Klima des Jahrganges erschmecken kann. Neben einer Vielzahl toller Weine haben wir auch die ein oder andere Flasche Hochprozentiges im Weingut entdeckt. Spannend ist, dass die ganze Familie mit im Boot sitzt und gemeinsam an einem Strang zieht, um am Ende tolle Weine ins Glas einschenken zu können. 

Eine Fischerei, die aber kein Fischereibetrieb ist und mitten in Freiburg liegt, mussten wir uns mal genauer anschauen und waren so zu Besuch bei der Fischerei Schwab in der Herrenstraße. Nachdem sie sich ihren Traum jahrelang zusammengebastelt hatten, eröffneten Monika und Ralph Schwab 2018 ein kleines und feines Feinkostgeschäft in der Freiburger Altstadt. Dort verkaufen sie frischen Fisch- und Meeresfrüchte für die Zubereitung zu Hause sowie verschiedenen feine Salate und Fischbrötchen. Während unseres Besuchs durften wir beobachten mit wie viel Feingefühl und Hingabe der Fisch im Laden bearbeitet wird und können zweifellos sagen, dass man das in jedem Bissen schmeckt. Die Besitzer versprechen, dass in ihrem Laden von Feinschmecker bis Feingeister alle gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Was es bald für News zur Fischerei Schwab am Kaiserstuhl gibt, verraten wir Euch nach unserem nächsten Besuch bei der Familie Schwab.

Am Tuniberg waren wir beim Weingut Kalkbödele zu besuch, das seinen Namen von dem hier vorherrschenden Bodentyp erhielt. Das Weingut „Kalkbödele“ liegt in Merdingen und wird in zweiter Familiengeneration geführt. Der einzigartige Stil des Weinguts ist schon in den Verkaufsräumen zu entdecken, die die richtige Atmosphäre für ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis liefern – wir waren hin und weg. Sabeth und Severin zeigten uns auch die im Keller gelagerten Barriquefässer, in denen der Wein ausgebaut wird. Die Gebrüder Mathis gelten in Baden als Barrique-Pioniere. Seit 1976 wird das Wissen im Umgang mit unterschiedlichen Varianten des Barrique- und Holzfassausbaus stetig verfeinert. Ob Riesling, Weißburgunder, Grauburgunder, Gewürztraminer, Spätburgunder, Cabernet Sauvignon, oder Merlot, wichtig ist im Weingut Kalkbödele vor allem, dass die Weine die Zeit bekommen, die sie zum Wachsen und zum Reifen brauchen.  Noch viel wichtiger ist dann jedoch auch sich die Zeit zum Genießen zu nehmen. Wir sind definitiv Genießer, und ihr?

In Endingen waren wir beim Weingut Bastian zu Besuch. In der fünften Generation setzt der Familienbetrieb neben der Herstellung hervorragender Weine auch Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit. Die lange Erfahrung, die das Weingut mit sich bringt, strahlt das Weingut und sein Team auch aus, kombiniert mit Innovation und Technik ergibt dies eine Online Weinprobe vom Feinsten. Wir haben einen Blick hinter die Kulissen im Weingut geworfen und uns vor Ort darüber informiert. Um auch in einer Zeit wie dieser einen Lieblingswein zu finden, will das Weingut Bastian alle Interessierten auf die richtige Fährte bringen. 

Nach der kostenlosen Registrierung stößt man auf Videos rund um die Weine, das Weingut und die faszinierende Weinwelt. Nach der Bestellung des entsprechenden Weinpaketes und die Zusendung per Post, sind die Weine des Weinguts ganz einfach zu Hause zu erleben! Haben wir euer Interesse geweckt, dann schaut doch mal auf der Website des Weinguts vorbei! 

Vom Apfelbaum auf der Streuobstwiese in die Flasche und fertig ist die Erfrischung. Ganz so einfach ist es nicht, aber Norman und Markus haben sich im Ausland in den Cider verliebt und diesen dann in ihrer Heimat am Kaiserstuhl neu erfunden.

Denkt man an den Kaiserstuhl kommt sofort der Wein in den Sinn, aber Cider ist da doch eine Neuheit, dem wollten wir von myKaiserstuhl natürlich auf den Grund gehen und haben die beiden Weishaar Brüder in Eichstetten besucht. Dort haben wir erfahren, dass die Apfelernte im Jahr 2018 den Startschuss für „Mustum“ gab.  Mustum ist ein handgemachter Cider aus 100% Direktsaft von heimischen Streuobstwiesen. Es überzeugt mit seinem erfrischenden und fruchtigen Geschmack und verzichtet vollständig auf zusätzliche Aromen, Farbstoffe und Zuckerzusatz. Die Äpfel werden im Weingut Weishaar verarbeitet und vergoren und der Most wird dort zu 100 % in Edelstahltanks ausgebaut um die einzigartige Frucht und Frische zu erhalten. Lernt man die beiden kennen merkt man sofort, dass sie ganz nach ihrem Motto „Bock auf Most“ haben und leidenschaftlich und mit Herzblut bei der Arbeit sind. Ein Kaiserstühler Cider – den muss man probieren.  

In einer eleganten schwarzen Flasche, mit auffallenden Farben in edlem Design und dem Kaiserstuhl im Hintergrund – so präsentiert sich Otto 996 Vermouth. 
Zu Besuch bei Ulli und Sebastian, durften wir den ein oder anderen Vermouth-Cocktail probieren und währenddessen die spannende Geschichte hinter Otto996 erfahren, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen!
Im Jahr 996 bekam der Kaiserstuhl seinen Namen von Otto III und gab so auch dem Vermouth seinen Namen „Otto996“. 
Wir wollten wissen wie man dazu kommt am Kaiserstuhl Vermouth herzustellen. Die Antwort ist einfach: Die Grundlage für den Premium Vermouth bilden Weine vom Kaiserstuhl, die mit Aromen aus Kräutern, Gewürzen, Früchten und Pflanzen gewonnen und der namensgebenden Bitterkeit des Wermutkrauts, den Vermouth so einzigartig machen. Wenn es am Kaiserstuhl keine Weine in Spitzenqualität gibt… wo dann?
Etwas, das von hier kommt. Etwas, das Freude macht. Etwas, das dazu beiträgt das Schöne unserer Heimat in die Welt zu tragen. Das ist die Idee von Ulli und Sebastian, die uns zu 100% überzeugt. Euch auch? 

Eines der Unternehmen, die wir in dieser Woche genauer in Augenschein genommen haben, war der Optiker Mergele in Endingen. Gleich zu Beginn war uns aufgefallen, dass Mergele sich vor allem durch eines auszeichnet: Die Kunden und die Gastfreundschaft stehen im Mittelpunkt. Das Team scheint das Geheimrezept für das perfekte Ergebnis gefunden haben: Ausgebildete Augenoptiker nehmen sich viel Zeit für ihre Kunden, bringen jahrelange Erfahrung und fundiertes Fachwissen in die Beratung ein. Obendrauf kommt eine Prise Detailverliebtheit – fertig. Neben Brillen kann man sich bei Mergele auch in Uhren und Schmuck verlieben, die das Team mit viel Fingerspitzengefühl ausgewählt und so auch in der Beratung an den Kunden weitergibt. Bei einer Auswahl, wie sie Mergele bietet, konnten wir uns kaum für eine Brille entscheiden, falls ihr auch auf der Suche seid, schaut doch einfach mal vor Ort vorbei.